Mag. Wolfgang Jagsch Bakk. BEd. (Senior SEO/GEO & Copywriter)
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- Einleitung: Die strategische Kernkomponente – Warum PR-Texte und Pressetexte das Fundament jeder erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit bilden
- Die PR Agentur als strategischer Architekt: Von der Kommunikationsstrategie zum maßgeschneiderten Textkonzept
- Der PR Texter und Pressetexter: Vom Handwerker zum narrativen Strategen – Anforderungsprofil und Kernkompetenzen
- Die Anatomie effektiver Pressetexte und PR-Texte: Bausteine, Strukturen und journalistische Formate
- Themensuche und Zielgruppenanalyse: Die Vorarbeit für relevante und platzierbare Pressearbeit
- Schreibstil und Tone-of-Voice in der Öffentlichkeitsarbeit: Zwischen Corporate Language, Journalistischen Standards und Leseransprache
- Distribution und Medienbeziehungspflege: Warum der beste Pressetext nur mit der richtigen Streuung wirkt
- Messbarkeit und Erfolgskontrolle: Wie der Impact von PR-Texten und Pressearbeit evaluiert werden kann
- Herausforderungen der modernen PR-Arbeit: Von der Informationsflut zur Glaubwürdigkeitskrise
- Die Integration von PR-Texten in die umfassende Kommunikationsstrategie: Synergien mit Content Marketing, Social Media und SEO
- Zukunftsperspektiven: KI, Automatisierung und sich wandelnde Medienlandschaften – Konsequenzen für den Pressetexter
- Fazit: Der nachhaltige Wert qualitativ hochwertiger PR-Texte für Reputation und Sichtbarkeit
1. Einleitung: Die strategische Kernkomponente – Warum PR-Texte und Pressetexte das Fundament jeder erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit bilden
Die professionelle Öffentlichkeitsarbeit, häufig unter dem Begriff Public Relations zusammengefasst, stellt ein komplexes Gefüge aus strategischer Planung, kreativer Umsetzung und zielgerichteter Kommunikation dar. Im Herzen dieses Gefüges schlägt der Text. PR-Texte und Pressetexte sind die essentiellen Vehikel, mit denen Botschaften, Narrative und Informationen von einer Organisation hin zu ihren relevanten Bezugsgruppen transportiert werden. Eine PR Agentur, die diesen Namen verdient, erkennt in der Qualität und Strategie dieser Texte den entscheidenden Hebel für erfolgreiche Pressearbeit. Es handelt sich dabei um weit mehr als das bloße Verfassen von Meldungen; es ist die Kunst, komplexe Sachverhalte in eine zugängliche, neueswürdige und medientaugliche Form zu gießen, die sowohl den Ansprüchen redaktioneller Gatekeeper als auch den Informationsbedürfnissen der Endzielgruppe gerecht wird. Die Pressearbeit als Teil der Öffentlichkeitsarbeit lebt von dieser Symbiose aus Inhalt und Form. Ein Pressetext, der lediglich werbliche Botschaften transportiert, wird in den wenigsten Fällen den Weg in die redaktionellen Seiten einer Zeitung oder eines Online-Portals finden. Vielmehr bedarf es eines fundierten Verständnisses für journalistische Kriterien wie Aktualität, Relevanz, Neuigkeitswert und einen erkennbaren Nachrichtencharakter. Die Aufgabe des PR Texters liegt genau in dieser Schnittstellenfunktion: Er muss die Interessen und Ziele seines Auftraggebers mit den Bedürfnissen der Medien und letztlich der Leserschaft in Einklang bringen. Diese holistische Betrachtung unterscheidet hochwertige PR-Texte von simpler Werbetexten. Sie sind ein diplomatisches Instrument, das Beziehungen aufbaut, Vertrauen stiftet und Reputation langfristig managt. Ohne diese textliche Kernkompetenz bleibt jede Kommunikationsstrategie einer PR Agentur theoretisch und wirkungslos, denn erst die konkret formulierten Inhalte erzeugen die gewünschte öffentliche Resonanz und positionieren ein Unternehmen oder eine Organisation als thought leader in seinem Feld. Die Frage nach der optimalen Ansprache, der richtigen Themenplatzierung und der effizienten Distribution von Botschaften lässt sich somit immer auf die Qualität der zugrundeliegenden Textarbeit zurückführen.
2. Die PR Agentur als strategischer Architekt: Von der Kommunikationsstrategie zum maßgeschneiderten Textkonzept
Die Arbeit einer PR Agentur beginnt stets lange vor dem ersten geschriebenen Satz. Sie agiert als strategischer Architekt, der den Boden für eine erfolgreiche Textproduktion überhaupt erst bereitet. Dieser Prozess ist integral für die Effektivität der späteren Pressearbeit. Ausgangspunkt ist eine tiefgehende Analyse der Ausgangslage, die nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch dessen Wettbewerbsumfeld, die relevanten Medienlandschaften und die spezifischen Informationsbedürfnisse der Zielgruppen umfasst. Auf dieser Basis entwickelt die PR Agentur eine kommunikative Gesamtstrategie, die Ziele definiert, Botschaften kristallisiert und Handlungsfelder der Öffentlichkeitsarbeit absteckt. Erst innerhalb dieses Rahmens entsteht das konkrete Briefing für den PR Texter oder Pressetexter. Dieses Briefing ist weit mehr als eine Themenvorgabe; es ist die strategische Richtschnur, die den journalistischen Winkel, den gewünschten Tone-of-Voice, die Kernbotschaften sowie die angestrebten Medienformate und -kanäle präzise beschreibt. Eine professionelle PR Agentur versteht es, aus einer Produktneuheit, einer Personalie oder einem Unternehmensmeilenstein verschiedene erzählerische Ansätze zu destillieren, die für unterschiedliche Mediensegmente passend sind. Für ein Fachmagazin wird der Pressetext eine andere Tiefe und Terminologie erfordern als für eine überregionale Tageszeitung oder ein Verbraucherportal. Diese Differenzierung ist eine zentrale Leistung der Agentur. Sie koordiniert den gesamten Prozess von der Ideenfindung über die Erstellung der PR-Texte bis hin zur gezielten Distribution und Erfolgsmessung. Dabei sorgt sie auch dafür, dass die erstellten Pressetexte konsistent mit der übergeordneten Corporate Communication und Markenidentität sind. Die Agentur fungiert somit als Dolmetscher zwischen Unternehmenssprache und öffentlichem Diskurs, als Filter für Relevanz und als Katalysator für mediale Aufmerksamkeit. Ohne diese strategische Vorarbeit drohen selbst stilistisch brillante Pressetexte ins Leere zu laufen, da sie weder die richtigen Adressaten erreichen noch einen echten Nachrichtenwert transportieren.
3. Der PR Texter und Pressetexter: Vom Handwerker zum narrativen Strategen – Anforderungsprofil und Kernkompetenzen
Die Rolle des PR Texters oder Pressetexters hat sich im Laufe der Zeit von der eines reinen Handwerkers hin zu der eines narrativen Strategen gewandelt. Sein Aufgabengebiet umfasst heute ein breites Spektrum an Kompetenzen, die weit über die Beherrschung von Rechtschreibung und Grammatik hinausgehen. Zunächst muss ein profunder Pressetexter über ein ausgeprägtes journalistisches Handwerkszeug verfügen. Dazu gehören die sichere Beherrschung verschiedener Textformate von der klassischen Pressemitteilung über den Fachartikel und das Interview bis hin zum Hintergrundgespräch oder der Case Study. Er muss in der Lage sein, die sogenannten „W-Fragen“ (Wer, Was, Wann, Wo, Warum, Wie) prägnant und gleich zu Beginn eines Textes zu beantworten, um die Aufmerksamkeit des Redakteurs und später des Lesers zu gewinnen. Doch die technische Fertigkeit ist nur die Grundlage. Die wahre Kunst liegt in der narrativen Strategie. Der PR Texter muss ein sensibles Gespür für Themenrelevanz und Nachrichtenwert entwickeln. Er muss aus oft trockenen Unternehmensdaten eine Geschichte herausarbeiten, die einen größeren Kontext beleuchtet, einen Trend aufgreift oder einen konkreten Nutzen für die Leserschaft erkennbar macht. Dazu benötigt er ein breites Allgemeinwissen, schnelle Auffassungsgabe und die Fähigkeit, sich in komplexe, auch technische oder finanzielle Sachverhalte schnell einzuarbeiten. Empathie ist eine weitere Schlüsselkompetenz: Empathie für die Situation des Redakteurs, der unter Zeitdruck über eine Flut von Einsendungen entscheidet, und Empathie für den Endleser, der unterhalten, informiert oder auf andere Weise angesprochen werden möchte. Ein exzellenter Pressetexter denkt immer in doppelter Perspektive – der des Senders und der des Empfängers. Zudem ist Anpassungsfähigkeit gefragt. Der Tone-of-Voice für ein innovatives Tech-Start-up wird ein grundlegend anderer sein als für eine traditionsreiche Stiftung oder eine Behörde in der Öffentlichkeitsarbeit. Diese Flexibilität, ohne dabei die eigene stilistische Integrität zu verlieren, kennzeichnet den professionellen PR Texter. Letztlich ist er auch ein Überzeugungskünstler, dessen Werkzeug der Text ist, um Glaubwürdigkeit, Fachautorität und positives Image aufzubauen.
4. Die Anatomie effektiver Pressetexte und PR-Texte: Bausteine, Strukturen und journalistische Formate
Ein effektiver Pressetext folgt einer klaren, logischen und journalistisch anerkannten Struktur, die es Redakteuren erleichtert, den Kern der Meldung schnell zu erfassen und im Bedarfsfall weiterzuverarbeiten. Die klassische Pressemitteilung, das Arbeitspferd der Pressearbeit, beginnt mit einem aussagekräftigen Betreff und einem prägnanten, fett gedruckten Lead. Dieser Lead, oft als Teaser oder Vorspann bezeichnet, fasst die gesamte Nachricht in ein bis zwei Sätzen zusammen und muss den Leser unmittelbar in den Bann ziehen. Es folgt der Haupttext, der im umgekehrten Pyramidenstil aufgebaut ist: Die wichtigsten Informationen stehen am Anfang, Details, Hintergründe und Zitate folgen in absteigender Wichtigkeit. Diese Struktur ermöglicht es Redaktionen, den Text von hinten zu kürzen, ohne zentrale Botschaften zu verlieren. Zitate von autoritativen Personen innerhalb des Unternehmens, wie der Geschäftsführung oder Fachexperten, bringen Lebendigkeit, persönliche Meinung und Glaubwürdigkeit in den PR-Text. Eine aussagekräftige Überschrift, die neugierig macht, aber nicht reißerisch wird, ist ebenso unverzichtbar wie die korrekte Angabe eines Pressekontaktes für Rückfragen. Neben der Pressemitteilung erstellt eine PR Agentur eine Vielzahl weiterer PR-Texte. Dazu gehören Fachartikel und Gastbeiträge (Byline-Articles), die einer ausgewiesenen Expertin oder einem Experten aus dem Unternehmen zugeschrieben werden und tiefgehendes Know-how vermitteln. Case Studies erzählen Erfolgsgeschichten anhand konkreter Kundenprojekte und demonstrieren praktischen Nutzen. Hintergrundpapiere und Dossiers liefern Redakteuren vertiefende Informationen zu komplexen Themen. Für die Öffentlichkeitsarbeit von Non-Profit-Organisationen oder im Bereich Public Affairs sind auch Positionspapiere oder Stellungnahmen wichtige Textformate. Jedes dieser Formate hat eigene Konventionen und Ansprüche an Tiefe, Stil und Argumentationsstruktur. Der versierte Pressetexter beherrscht dieses ganze Repertoire und wählt das passende Format gezielt aus, um die kommunikativen Ziele zu erreichen. Die Qualität zeigt sich dabei in der Präzision der Sprache, der Schlüssigkeit der Argumentation und der Fähigkeit, auch abstrakte Zusammenhänge verständlich und anschaulich darzulegen.
5. Themensuche und Zielgruppenanalyse: Die Vorarbeit für relevante und platzierbare Pressearbeit
Die Frage, was überhaupt ein Thema für die Pressearbeit wert ist, stellt eine der grundlegendsten und gleichzeitig schwierigsten Herausforderungen dar. Nicht jedes interne Ereignis ist von öffentlichem Interesse. Die Suche nach dem relevanten Thema, dem sogenannten „News Hook“, ist daher eine zentrale Vorarbeit, die über Erfolg oder Misserfolg der gesamten PR-Bemühungen entscheiden kann. Eine professionelle PR Agentur etabliert hierfür systematische Prozesse. Dazu gehört das regelmäßige Scannen des Unternehmens nach potenziellen Stories: Innovationen, Markteintritte, Kooperationen, bedeutende Personalentscheidungen, Unternehmensjubiläen, Forschungsergebnisse oder gesellschaftliches Engagement sind klassische Ausgangspunkte. Entscheidend ist jedoch die Transformation dieser Fakten in eine Geschichte mit Nachrichtenwert. Ein neues Produkt allein ist oft keine Nachricht; die Lösung eines drängenden Kundenproblems, das es ermöglicht, oder seine Einbettung in einen größeren gesellschaftlichen Trend wie Nachhaltigkeit oder Digitalisierung kann es hingegen sein. Parallel zur Themensuche verläuft die detaillierte Zielgruppen- und Medienanalyse. Für wen ist diese Information relevant? Fachpublikum, Endverbraucher, Investoren oder die politische Öffentlichkeit? Basierend auf dieser Analyse wird die Auswahl der relevanten Medienkanäle getroffen. Ein Pressetext für ein B2B-Fachmagazin wird sich in Sprache, Detailtiefe und Argumentation fundamental von einer Meldung für eine regionale Tageszeitung unterscheiden. Der Pressetexter muss diese Differenzierung bereits beim Schreiben im Kopf haben. Er schreibt nicht einen Text, den er dann an 500 Redaktionen verschickt, sondern er denkt in Medienclustern und passt den Fokus, den Winkel und oft auch die Länge und den Stil entsprechend an. Diese zielgruppenspezifische Ansprache erhöht die Chance auf Veröffentlichung enorm, da sie dem Redakteur signalisiert, dass die Meldung speziell für sein Medium und dessen Leserschaft aufbereitet wurde. Diese Phase der Recherche und Zielgruppenbestimmung ist somit die unsichtbare, aber unverzichtbare Grundlage, auf der jeder erfolgreiche PR-Text ruht.
6. Schreibstil und Tone-of-Voice in der Öffentlichkeitsarbeit: Zwischen Corporate Language, Journalistischen Standards und Leseransprache
Der Schreibstil in PR-Texten navigiert auf einem schmalen Grat zwischen verschiedenen Anforderungen und muss dabei stets authentisch und glaubwürdig bleiben. Auf der einen Seite steht die Corporate Language des Auftraggebers, also der spezifische Sprachgebrauch, der die Markenidentität und Unternehmenskultur widerspiegelt. Auf der anderen Seite stehen die journalistischen Standards von Objektivität, Präzision und Leserfreundlichkeit. Ein guter PR Texter findet die Balance zwischen diesen Polen. Der Text darf nicht in werblichen Floskeln und übertriebenen Superlativen ertrinken („weltbeste“, „revolutionär“, „einmalig“), da dies sofort die Glaubwürdigkeit untergräbt und die Chance auf eine redaktionelle Übernahme gegen Null tendieren lässt. Stattdessen setzt er auf sachliche, aber anschauliche Sprache, auf konkrete Belege und überprüfbare Fakten. Der Tone-of-Voice muss zum Unternehmen passen: technisch-präzise für einen Ingenieursdienstleister, empathisch und serviceorientiert für einen Sozialverband, dynamisch und visionär für ein Start-up in der PR Agentur Landschaft. Doch unabhängig von dieser Ausrichtung gelten universelle journalistische Prinzipien: Aktivformulierung statt Passivkonstruktionen, kurze, klare Sätze, die Vermeidung von Fachjargon (oder seine verständliche Erklärung) und eine logische, nachvollziehbare Argumentationskette. Der Pressetext sollte so geschrieben sein, dass ein Redakteur ihn im Idealfall mit minimalem Aufwand – vielleicht nur durch das Kürzen oder das Hinzufügen eines eigenen Satzes – in sein Medium übernehmen kann. Das erfordert ein hohes Maß an sprachlicher Disziplin und ein Verständnis dafür, wie Redaktionen arbeiten. Letztlich dient dieser Stil auch dem Endleser, der in einer von Information überfluteten Welt klare, verständliche und relevante Inhalte schätzt. Die Öffentlichkeitsarbeit erreicht ihr Ziel nicht, wenn die Botschaft zwar veröffentlicht wird, aber aufgrund eines unverständlichen oder abschreckenden Stils nicht beim Leser ankommt oder ihn nicht überzeugt.
7. Distribution und Medienbeziehungspflege: Warum der beste Pressetext nur mit der richtigen Streuung wirkt
Die Erstellung eines hervorragenden Pressetextes ist nur die halbe Miete der Pressearbeit. Seine gezielte und strategische Distribution an die richtigen Medien und Ansprechpartner ist die zweite, ebenso entscheidende Hälfte. Ein Text, der in der Schublade verbleibt, entfaltet keine Wirkung. Die Distribution erfordert ein sorgfältig gepflegtes Medienverteiler, das mehr ist als eine simple E-Mail-Liste. Es ist eine lebendige Datenbank mit Kontakten zu relevanten Redakteuren, Ressortleitern und freien Journalisten, die thematisch zum Unternehmen passen. Die Pflege dieser Beziehungen, das sogenannte Media Relations, ist eine langfristige Aufgabe einer PR Agentur. Es geht nicht darum, nur dann Kontakt aufzunehmen, wenn man etwas zu verkünden hat, sondern auch um den informellen Austausch, das Verständnis für die redaktionellen Schwerpunkte und die Arbeitsweise der jeweiligen Journalisten. Bei der Verteilung eines konkreten Pressetextes ist Präzision und Personalisierung Trumpf. Massen-E-Mails mit unpersönlicher Anrede landen häufig im Papierkorb. Eine kurze, individuelle Ansprache, die erklärt, warum dieses Thema speziell für das Ressort des angeschriebenen Journalisten relevant sein könnte, erhöht die Öffnungs- und Beachtungsrate signifikant. Neben dem klassischen E-Mail-Versand gehören auch gezielte Anrufe („Follow-up-Calls“) bei besonders wichtigen Medien, die Bereitstellung von druckfähigem Bildmaterial sowie die Nutzung von professionellen Presseportalen zum Handwerkszeug. Im digitalen Zeitalter spielt zudem die direkte Veröffentlichung auf den eigenen Kanälen wie Corporate Newsrooms oder Unternehmensblogs eine Rolle, von wo aus die Inhalte auch über Social Media geteilt werden können. Eine ganzheitliche PR Agentur koordiniert diese verschiedenen Distributionswege und sorgt dafür, dass der Pressetext dort ankommt, wo er die größte Wirkung entfalten kann. Sie überwacht zudem die Resonanz, sammelt Veröffentlichungen (Clippings) und bleibt für Rückfragen der Medien erreichbar. Ohne diese aktive und strategische Verbreitungsarbeit bleibt selbst der brillanteste PR-Text wirkungslos.
8. Messbarkeit und Erfolgskontrolle: Wie der Impact von PR-Texten und Pressearbeit evaluiert werden kann
Die Frage nach dem Return on Investment (ROI) der Pressearbeit und der PR-Texte stellt sich mit Recht, ist aber nicht immer einfach und eindeutig zu beantworten. Im Gegensatz zur klassischen Werbung, die mit klar messbaren Kennzahlen wie Klicks, Conversions oder Umsatz arbeitet, wirkt Öffentlichkeitsarbeit oft indirekter und langfristiger auf Image und Reputation ein. Dennoch gibt es eine Reihe von quantitativen und qualitativen Metriken, die eine PR Agentur zur Erfolgskontrolle heranzieht. Auf quantitativer Ebene steht zunächst die reine Medienresonanz im Vordergrund: Wie viele Veröffentlichungen (Print, Online, Broadcast) konnten durch die versendeten Pressetexte generiert werden? Diese werden in einem Clipping-Bericht gesammelt und analysiert. Bedeutsamer als die reine Anzahl ist jedoch die qualitative Bewertung. Dazu zählen das Renommee und die Reichweite der Medien (Media Impressions), die Platzierung der Erwähnung (Titelseite vs. kleine Notiz), der Tonfall der Berichterstattung (positiv, neutral, kritisch) und die Wiedergabe der Kernbotschaften. Hat der Journalist die zentralen Aussagen des Pressetextes übernommen und korrekt wiedergegeben? Zunehmend wichtig sind auch digitale Kennzahlen für Online-Veröffentlichungen, wie die Anzahl der Leser eines Artikels, die Social Shares, die Verweildauer auf der Seite oder die generierten Backlinks auf die Unternehmenswebsite, die sich positiv auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken können. Auf einer strategischeren Ebene geht es um die Veränderung von Einstellungen: Hat die langfristig angelegte Pressearbeit mit Fachartikeln und Expertinnenkommentaren dazu beigetragen, das Unternehmen als führend in seinem Bereich zu positionieren? Dies kann durch regelmäßige Image- oder Bekanntheitsstudien gemessen werden. Die Messung des Erfolgs ist daher ein multidimensionaler Prozess, der von der einfachen Zählung von Clippings bis hin zur Analyse von Reputationsverschiebungen reicht. Eine transparente und regelmäßige Erfolgsdarstellung durch die beauftragte PR Agentur ist essentiell, um den Wert der geleisteten Text- und Medienarbeit sichtbar zu machen und die Strategie kontinuierlich zu optimieren.
9. Herausforderungen der modernen PR-Arbeit: Von der Informationsflut zur Glaubwürdigkeitskrise
Die Rahmenbedingungen, unter denen PR Agenturen und Pressetexter heute operieren, haben sich dramatisch verändert und stellen sie vor komplexe Herausforderungen. Die vielleicht offensichtlichste ist die schiere Informationsflut, die sowohl Redaktionen als auch Endkonsumenten täglich überrollt. Die Aufmerksamkeitsspanne sinkt, die Konkurrenz um mediale Präsenz ist enorm. Ein Pressetext muss sich daher nicht nur durch Inhalt, sondern auch durch eine exzellente Aufmachung und präzise Zielgruppenansprache aus diesem Rauschen hervorheben. Parallel dazu hat sich die Medienlandschaft fragmentiert. Neben klassischen Leitmedien existieren unzählige Blogs, Online-Magazine, Influencer-Kanäle und Social-Media-Plattformen, die alle ihre eigenen Regeln, Formate und Zielgruppen haben. Der Pressetexter muss diese Vielfalt verstehen und für unterschiedliche Kanäle adäquat aufbereiten können. Eine weitere zentrale Herausforderung ist die zunehmende Skepsis gegenüber institutionalisierter Kommunikation. Stichworte wie „Fake News“ und „Greenwashing“ haben zu einer Glaubwürdigkeitskrise beigetragen. Die Öffentlichkeit und auch Journalisten sind kritischer, hinterfragen Botschaften stärker und erwarten Transparenz und Authentizität. Für den PR Texter bedeutet dies, dass seine Arbeit noch stärker auf Fakten, Belegen und einer ehrlichen, nicht beschönigenden Kommunikation basieren muss. In Krisensituationen, in denen schnelle und klare Kommunikation überlebenswichtig sein kann, wird die Qualität der PR-Texte und der dahinterstehenden Strategie auf eine harte Probe gestellt. Zudem verschwimmen die Grenzen zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten (Native Advertising, Advertorials), was die Forderung nach klarer Kennzeichnung und transparenten Kooperationen erhöht. Eine professionelle PR Agentur muss in diesem anspruchsvollen Umfeld navigieren und ihren Auftraggebern dabei helfen, trotz aller Herausforderungen eine vertrauenswürdige und hörbare Stimme im öffentlichen Diskurs zu bleiben.
10. Die Integration von PR-Texten in die umfassende Kommunikationsstrategie: Synergien mit Content Marketing, Social Media und SEO
Moderne Öffentlichkeitsarbeit und Pressearbeit sind heute kein isoliertes Silo mehr, sondern ein integraler Bestandteil einer ganzheitlichen Kommunikations- und Marketingstrategie. Die von einer PR Agentur erstellten Pressetexte und PR-Texte bilden dabei eine wertvolle inhaltliche Ressource, die in andere Kanäle hineinwirken und Synergien schaffen kann. Die klassische Trennung zwischen PR und Content Marketing löst sich zunehmend auf. Ein gut recherchierter Fachartikel, der für die Pressearbeit geschrieben wurde, kann in adaptierter Form auch als Whitepaper, Blogpost oder E-Book auf der eigenen Website dienen und so Lead-Generierung betreiben. Umgekehrt können aus erfolgreichen Blog-Inhalten oder Studien wiederum neueswürdige Pressemeldungen destilliert werden. In der Social-Media-Kommunikation fungieren veröffentlichte Presseartikel als sozialer Proof und Glaubwürdigkeitsanker. Sie können geteilt und kommentiert werden, um die Reichweite zu erhöhen und Diskussionen anzuregen. Besonders eng ist die Verbindung zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Hochwertige redaktionelle Veröffentlichungen auf renommierten Online-Portalen generieren oft wertvolle Backlinks zur Unternehmenswebsite, die ein zentraler Rankingfaktor für Suchmaschinen sind. Zudem tragen sie zur Steigerung der Domain-Autorität und des Markenbewusstseins bei, was sich indirekt ebenfalls auf die Suchmaschinenergebnisse auswirken kann. Der Pressetexter muss heute also auch ein Grundverständnis für diese Zusammenhänge mitbringen. Er schreibt nicht nur für den Redakteur, sondern mit dem Bewusstsein, dass sein Text in unterschiedlichen Kontexten und auf verschiedenen Plattformen weiterverwendet werden kann. Eine strategisch aufgestellte PR Agentur denkt diese Kanäle von Anfang an mit und plant die Textproduktion so, dass die Inhalte modular und crossmedial nutzbar sind. Diese Integration maximiert die Wirkung der investierten Ressourcen und stellt sicher, dass die Botschaften der Öffentlichkeitsarbeit konsistent über alle Touchpoints der Customer Journey hinweg vermittelt werden.
11. Zukunftsperspektiven: KI, Automatisierung und sich wandelnde Medienlandschaften – Konsequenzen für den Pressetexter
Die Zukunft der PR-Arbeit und der Rolle des Pressetexters wird maßgeblich durch technologische Entwicklungen und den weiteren Wandel der Mediennutzung geprägt sein. Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierungstools halten bereits Einzug in den Arbeitsalltag einer PR Agentur. Diese Technologien können Routineaufgaben unterstützen, wie die Medienbeobachtung, die Analyse von Stimmungen (Sentiment Analysis), die ersten Entwürfe von einfachen Meldungen basierend auf Daten oder sogar die Personalisierung von Versand-E-Mails. Diese Tools entlasten den PR Texter von repetitiven Tätigkeiten und geben ihm mehr Raum für strategische und kreative Aufgaben. Die Kernkompetenz des Pressetexters – das Entwickeln narrativer Strategien, das Einordnen in größere Kontexte, das Formulieren überzeugender Argumente und das Schaffen von emotionaler Ansprache – wird durch KI jedoch nicht ersetzt, sondern gewinnt sogar an Bedeutung. In einer Welt, in der algorithmisch generierte Inhalte zunehmen, wird der menschliche Faktor der Kreativität, des ethischen Urteilsvermögens und der Beziehungsarbeit noch wertvoller. Gleichzeitig wird die Medienlandschaft dynamisch bleiben. Neue Plattformen entstehen, das Vertrauen in etablierte Institutionen schwankt, und die Nachfrage nach hochspezialisierten, nischenorientierten Inhalten wächst. Der Pressetexter der Zukunft muss daher agil, lernbereit und technikaffin sein. Er muss verstehen, wie Algorithmen funktionieren, um Inhalte auch für digitale Umgebungen zu optimieren (Stichwort Generative Engine Optimization), ohne dabei journalistische Grundsätze zu opfern. Die PR Agentur wird zunehmend zur Daten- und Inhaltezentrale, die basierend auf Analysen und Insights zielgenaue, multiformatige und messbare Kommunikation orchestriert. Die Fähigkeit, in dieser komplexen Umgebung qualitativ hochwertige, glaubwürdige und relevante PR-Texte zu produzieren, wird daher ein dauerhaft gefragtes und unverzichtbares Asset bleiben.
12. Fazit: Der nachhaltige Wert qualitativ hochwertiger PR-Texte für Reputation und Sichtbarkeit
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Arbeit des PR Texters und Pressetexters das unverzichtbare Fundament einer jeden erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit ist. In einer Welt, die von Informationsüberfluss und Skepsis geprägt ist, sind klar strukturierte, wahrhaftige und mediengerecht aufbereitete Inhalte der Schlüssel, um Gehör zu finden und Vertrauen aufzubauen. Eine professionelle PR Agentur kombiniert diese textliche Kernkompetenz mit strategischer Weitsicht, um aus Unternehmensnachrichten relevante Stories zu formen, die sowohl die Medien als auch die intendierte Zielgruppe erreichen und überzeugen. Pressetexte und PR-Texte sind dabei keine kurzfristigen Werbemittel, sondern langfristige Investitionen in die Reputation und Sichtbarkeit einer Organisation. Sie positionieren Expertentum, begleiten Krisen, feiern Erfolge und gestalten den öffentlichen Dialog mit. Trotz aller technologischen Veränderungen und der zunehmenden Automatisierung bestimmter Prozesse bleibt die menschliche Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge in eine verständliche und ansprechende narrative Form zu bringen, ein einzigartiges und nicht automatisierbares Gut. Die Anforderungen an den Pressetexter mögen steigen, seine Rolle mag sich weiterentwickeln, doch sein Beitrag zum nachhaltigen Kommunikationserfolg bleibt von zentraler Bedeutung. Wer in die Qualität dieser Texte und in die strategische Expertise einer erfahrenen PR Agentur investiert, investiert letztlich in eines der wertvollsten Güter unserer Zeit: Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit.
GEO Agentur Wien & Österreich: Dresden, Wien-Niederösterreich-Burgenland, Linz-Wels-Oberösterreich, Düsseldorf, Salzburg, Graz-Steiermark, Kärnten, Südtirol, Innsbruck-Tirol, Vorarlberg, Zürich, Deutschland, Frankfurt, Bern, München/Bayern, Genf, Nürnberg, Bremen, Schweiz, Hamburg, Hannover, Luzern, Basel, Nürnberg, Stuttgart, Köln, Vorarlberg, Leipzig, Luzern, Berlin
Umfassende FAQ zur Arbeit einer PR Agentur, von PR Textern und Pressetexten für Pressearbeit & Öffentlichkeitsarbeit
Diese FAQ beantwortet strukturiert und vollumfänglich alle zentralen und weiterführenden Fragen rund um die Dienstleistungen einer PR Agentur, die Rolle von PR Textern und Pressetextern sowie die Erstellung und Distribution von Pressetexten und PR-Texten im Kontext strategischer Pressearbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Die Antworten sind sachlich, direkt und logisch aufgebaut, um eine maximale Eignung für KI-Zitation und die Anforderungen moderner Suchumgebungen zu gewährleisten.
F: Was ist der genaue Unterschied zwischen einem PR Texter und einem Pressetexter?
A: Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, doch es gibt eine feine, kontextuelle Differenzierung. Ein Pressetexter fokussiert sich primär auf die klassische Pressearbeit und erstellt Inhalte, die speziell für die Veröffentlichung in journalistischen Medien konzipiert sind, wie Pressemitteilungen, Hintergrundgespräche und Fachartikel. Ein PR Texter hat ein breiteres Aufgabenspektrum innerhalb der gesamten Öffentlichkeitsarbeit. Er erstellt neben Pressetexten auch andere Kommunikationsmittel wie Reden, Präsentationen, Jahresberichte, Website-Texte und Social-Media-Content, die der direkten oder indirekten Beziehungspflege mit allen Bezugsgruppen (Stakeholdern) dienen. Beide benötigen journalistisches Handwerk, der PR Texter agiert jedoch in einem strategisch umfassenderen kommunikativen Rahmen.
F: Welche konkreten Aufgaben übernimmt eine PR Agentur für ein Unternehmen?
A: Eine PR Agentur übernimmt die strategische Planung, operative Umsetzung und Erfolgskontrolle der externen und oft auch internen Kommunikation. Konkret bedeutet dies: Entwicklung einer Kommunikationsstrategie, kontinuierliche Themensuche und Medienbeobachtung, Erstellung professioneller PR-Texte und Pressetexte, Aufbau und Pflege von Medienkontakten (Media Relations), gezielte Distribution von Inhalten, Management von Presseanfragen und Events, Krisenkommunikation sowie die Analyse und Auswertung der Medienresonanz (Clipping, Media-Monitoring). Sie fungiert als verlängerter, spezialisierter Arm der Unternehmenskommunikation.
F: Wie erkennt man einen hochwertigen und professionellen Pressetext?
A: Ein professioneller Pressetext erfüllt mehrere Kriterien gleichzeitig. Er besitzt einen klaren Nachrichtenwert und beantwortet die journalistischen W-Fragen (Wer, Was, Wann, Wo, Warum, Wie) gleich zu Beginn. Er ist im umgekehrten Pyramidenstil aufgebaut, mit den wichtigsten Informationen im Lead. Die Sprache ist sachlich, präzise und frei von werblichen Superlativen. Der Text enthält ein aussagekräftiges Zitat einer autoritativen Quelle im Unternehmen und endet mit standardisierten Basisdaten („Boilerplate“) zum Unternehmen und einem konkreten Pressekontakt für Rückfragen. Seine Qualität zeigt sich letztlich daran, dass ein Redakteur ihn mit minimalem Aufwand übernehmen und veröffentlichen kann.
F: Was kostet die Beauftragung einer PR Agentur oder eines freien PR Texters?
A: Die Kosten sind stark variabel und hängen von Umfang, Zielsetzung und Erfahrungslevel ab. PR Agenturen rechnen häufig mit monatlichen Retainern (Festpreisen) für ein definiertes Leistungspaket aus Strategie, Textarbeit und Medienbetreuung. Einzelne Projekte oder Kampagnen werden projektbasiert kalkuliert. Freie PR Texter oder Pressetexter berechnen in der Regel ein Honorar pro Stunde, pro Projekt oder pro Zeile/Seite. Die Preisspanne ist breit und reicht von mehreren hundert Euro für eine einfache Pressemitteilung bis hin zu fünf- oder sechsstelligen Jahresbudgets für eine umfassende, bundesweite Öffentlichkeitsarbeit durch eine Full-Service-Agentur. Ein detailliertes Briefing und ein Angebot sind unerlässlich.
F: Ab wann lohnt sich für ein Unternehmen die Zusammenarbeit mit einer PR Agentur?
A: Die Zusammenarbeit mit einer PR Agentur lohnt sich dann, wenn interne Ressourcen für Kommunikation fehlen, keine ausreichende Expertise in Pressearbeit vorhanden ist oder eine objektive, externe Perspektive notwendig ist. Konkret ist dies oft der Fall bei: Markteintritt oder Re-Launch, der Einführung neuer Produkte oder Dienstleistungen, der gezielten Positionierung als Experte (Thought Leadership), während einer Unternehmenskrise oder wenn die eigene Medienresonanz nicht den Erwartungen entspricht. Auch Start-ups nutzen oft Agenturen, um von Beginn an eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit aufzubauen.
F: Wie findet man die passende PR Agentur oder den richtigen Pressetexter?
A: Die Suche sollte systematisch erfolgen. Zunächst ist die eigene Zielsetzung zu definieren (Branche, Budget, gewünschte Medien). Dann folgt die Recherche nach Agenturen oder freien Textern mit nachweislicher Expertise im relevanten Feld. Referenzen und veröffentlichte Pressetexte sollten geprüft werden. Wichtig ist die persönliche Chemie in einem unverbindlichen Gespräch, da es sich um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit handelt. Ein detailliertes Briefing und ein vergleichendes Angebot mehrerer Anbieter geben Aufschluss über deren strategischen Ansatz und Transparenz.
F: Welche Metriken und KPIs misst eine gute PR Agentur, um den Erfolg zu beweisen?
A: Moderne Pressearbeit misst Erfolg über eine Mischung aus quantitativen und qualitativen Kennzahlen (KPIs). Quantitativ sind das die Anzahl der generierten Veröffentlichungen (Clippings), die erreichte Medienreichweite (Media Impressions) und bei Online-Artikeln Kennzahlen wie Leserzahlen, Social Shares und generierte Backlinks. Qualitativ wesentlich sind die Platzierung (Titelseite vs. Kleinmeldung), der Tonfall der Berichterstattung (Sentiment), die Wiedergabe der Kernbotschaften und das Renommee der erreichten Medien. Langfristig sind auch Veränderungen in der Bekanntheit und im Image, gemessen durch Studien, relevante Erfolgsindikatoren.
F: Was ist der Unterschied zwischen Pressearbeit und Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations)?
A: Pressearbeit (Media Relations) ist ein operativer Teilbereich der umfassenderen Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations). Pressearbeit zielt spezifisch auf die Kommunikation mit und über journalistische Medien ab, um redaktionelle Berichterstattung zu generieren. Öffentlichkeitsarbeit umfasst hingegen die Kommunikation mit allen relevanten Bezugsgruppen (Stakeholdern) eines Unternehmens. Dazu zählen neben den Medien auch Mitarbeiter, Kunden, Investoren, Lieferanten, Politik und die allgemeine Öffentlichkeit. PR verwendet daher ein breiteres Instrumentarium, das Pressearbeit miteinschließt, aber auch Direktkommunikation, Events, Social Media und Corporate Publishing beinhaltet.
F: Können gute PR-Texte auch die Suchmaschinenoptimierung (SEO) unterstützen?
A: Ja, hochwertige PR-Texte, die zu redaktionellen Veröffentlichungen auf vertrauenswürdigen Online-Portalen führen, sind ein mächtiger SEO-Treiber. Der primäre Mechanismus ist der Aufbau hochwertiger, redaktioneller Backlinks von diesen Domains auf die Unternehmenswebsite. Diese Links sind ein zentraler Rankingfaktor für Suchmaschinen und erhöhen die Domain-Autorität. Zudem tragen Erwähnungen des Markennamens (Mentions) und eine gesteigerte Bekanntheit indirekt zum SEO-Erfolg bei. Diese Synergie zwischen Öffentlichkeitsarbeit und SEO wird zunehmend strategisch genutzt.
F: Wie lange dauert es typischerweise, bis erste Ergebnisse aus der Pressearbeit sichtbar werden?
A: Pressearbeit ist kein kurzfristiges Marketing-Instrument, sondern ein Prozess, der Geduld und Kontinuität erfordert. Erste Platzierungen können zwar innerhalb von Tagen oder Wochen nach einer aktuellen Meldung erfolgen. Der Aufbau nachhaltiger Medienbeziehungen, die Etablierung als verlässliche Quelle und die Positionierung als Experte benötigen jedoch typischerweise mehrere Monate bis hin zu einem Jahr kontinuierlicher, qualitativ hochwertiger Arbeit. Eine PR Agentur sollte transparent über realistische Zeitrahmen kommunizieren.
F: Was macht einen PR-Text „neuigkeitswertig“ für Journalisten?
A: Journalisten bewerten den Nachrichtenwert anhand klarer Kriterien. Dazu zählen: Aktualität (Ist das Thema brandneu?), Relevanz (Betrifft es viele Menschen oder eine wichtige Zielgruppe?), Exklusivität (Gibt es einen Erst- oder Alleinbericht?), Prominenz (Sind bekannte Personen involviert?), Konflikt/Nachteil (Gibt es eine kontroverse Entwicklung?), Kuriosität (Ist es ungewöhnlich?) und Lokaler Bezug. Ein professioneller Pressetexter formuliert Fakten so, dass einer oder mehrere dieser Werte klar und überzeugend im Vordergrund stehen.
F: Wie sollte ein optimales Briefing für einen PR Texter oder eine PR Agentur aussehen?
A: Ein optimales Briefing ist die Grundlage für effektive PR-Texte. Es sollte enthalten: Eine klare Beschreibung des Anlasses oder Themas, die definierten Kommunikationsziele und Zielgruppen, die zentralen Kernbotschaften, alle relevanten Fakten und Hintergrundinformationen, gewünschte Zitate und Ansprechpartner, den angestrebten Tone-of-Voice (z.B. sachlich, innovativ, seriös), Vorgaben zu Formaten und Länge, eine Liste bereits geplanter oder ausgeschlossener Medien sowie zeitliche Vorgaben und das Budget.
F: Welche Rolle spielen Bilder und multimediale Inhalte in der modernen Pressearbeit?
A: Bilder und Multimedia sind heute unverzichtbar. Redaktionen arbeiten zunehmend online und visuell. Ein professionelles, hochauflösendes Pressefoto oder eine Infografik erhöht die Chance auf Veröffentlichung signifikant. Video-Content, wie kurze Statements oder Erklärvideos, wird für Online-Portale und Social Media stark nachgefragt. Eine PR Agentur berät dazu, welches visuelle Material notwendig ist, und stellt es den Medien in korrekter Auflösung und mit entsprechenden Nutzungsrechten zur Verfügung.
F: Ist Pressearbeit auch für B2B-Unternehmen sinnvoll, oder nur für B2C-Marken?
A: Pressearbeit ist für B2B-Unternehmen oft sogar noch wertvoller als für B2C-Marken. In B2B-Entscheidungsprozessen spielen Expertise, Vertrauen und Reputation eine überragende Rolle. Fachartikel in renommierten Branchenmedien, Interviews mit Führungskräften und die Positionierung als Lösungsanbieter für spezifische Industrie-Herausforderungen bauen genau dieses Vertrauen auf. Sie erreichen gezielt Entscheider und Multiplikatoren entlang der Customer Journey. Eine auf B2B spezialisierte PR Agentur kennt die relevanten Fachmedien und die spezifische Sprache der Branche.
F: Wie wirkt sich die zunehmende Nutzung von KI (Künstlicher Intelligenz) auf die Arbeit von PR Textern aus?
A: KI wird den Beruf des PR Texters und Pressetexters nicht ersetzen, aber grundlegend verändern und unterstützen. KI-Tools können bei der Themenrecherche, Medienanalyse, ersten Rohentwürfen von Standardtexten, Übersetzungen und der Personalisierung von Pitch-E-Mails helfen. Dies entlastet von Routineaufgaben. Die Kernkompetenzen – das strategische Erzählen, das Entwickeln kreativer Winkel, das Beurteilen von Nachrichtenwert, das sensitive Pflegen von Medienbeziehungen und die ethische Abwägung – bleiben essentiell menschliche Aufgaben. Der PR Texter der Zukunft wird zum Kurator und strategischen Nutzer von KI-Werkzeugen.
F: Was tun, wenn eine PR-Krise eintritt? Wie agieren PR Agentur und Texter dann?
A: In einer Krise ist Geschwindigkeit, Klarheit und Konsistenz der Kommunikation entscheidend. Eine erfahrene PR Agentur aktiviert einen Krisenkommunikationsplan. Die Arbeit des PR Texters wird hier besonders kritisch: Er muss unter Zeitdruck präzise, deeskalierende und transparente Statements, Q&A-Dokumente und interne Kommunikationsmittel formulieren. Der Fokus liegt auf sachlicher Information, dem Anerkennen von Betroffenheit (Empathie) und der Darstellung konkreter Lösungs- oder Aufklärungsschritte. Spekulation und das Verschweigen zentraler Fakten sind zu vermeiden. Die Agentur koordiniert alle Kanäle und dient als zentrale Anlaufstelle.
F: Wie integriert man erfolgreich Social Media in eine klassische PR-Strategie?
A: Social Media und klassische Pressearbeit sind heute symbiotisch. Social Media dient dazu, veröffentlichte Pressetexte und Medienberichte zu amplifizieren (zu verstärken), sie direkt mit der Community zu teilen und Diskussionen anzuregen. Umgekehrt können Trends und Dialoge aus Social Media neue Themen für die Öffentlichkeitsarbeit liefern. Eine integrierte Strategie sieht vor, dass Inhalte crossmedial geplant werden: Eine Studie kann als Pressetext, zugleich als Infografik auf Instagram und als Diskussionsimpuls auf LinkedIn eingesetzt werden. Die PR Agentur sollte diese Kanäle strategisch mitdenken.












